- Webseite
- wechselpilot.com
- Telefon
- 040 882156 650
- Adresse
- Reimersbrücke 5, 20457 Hamburg
Wechselpilot ist ein Service, bei dem man automatisch Strom- und Gasverträge wechseln lassen kann. Der Clou dabei: Die Verträge werden jährlich aktualisiert, ohne dass man selbst groß was unternehmen muss. Wenn es also nach einem Jahr sinnvoll ist, den Anbieter zu wechseln, übernimmt Wechselpilot das vollautomatisch. Man muss sich gar nicht um die Kündigung oder Neuanmeldung kümmern.
Um loszulegen, gibt man an, ob man einen Strom- oder Gasvertrag wechseln möchte. Dann trägt man die Anzahl der Personen im Haushalt und die Postleitzahl ein. Direkt danach zeigt Wechselpilot das vermeintliche Einsparpotenzial. Bei mir waren das mal eben 266 €.
Für die Registrierung tippt man Name, E-Mail-Adresse und Passwort ein. Nach der Bestätigung des E-Mail-Links landet man direkt auf der Übersicht und kann einen neuen Tarif anlegen. Interessanterweise geht Wechselpilot hier erst mal davon aus, dass ich beim größten Versorger vor Ort bin.
Hier ergibt es Sinn, die eigenen Daten einzutragen. Man klickt auf das Bearbeiten des eigenen Tarifs, sucht seinen Anbieter raus und gibt den jährlichen Verbrauch an. Falls der eigene Tarif nicht in der Liste auftaucht, trägt man die Daten einfach manuell ein. Bei mir war der Tarif der Marke „Yippie“ nicht vorhanden, also hab ich meine Daten selbst eingegeben. Wechselpilot hat mir daraufhin eine Empfehlung ausgespuckt, in meinem Fall für „Tchibo Energy“ mit einer angenommenen Ersparnis von 186 €.
Der Tarifwechsel in vier Schritten
Der eigentliche Tarifwechsel ist in vier Schritte unterteilt:
- Tarifauswahl
- Lieferstelle
- Zahlungsart
- Tarifübersicht
Den Wechsel muss man nur ein einziges Mal durchführen. Ab da prüft Wechselpilot maximal einmal pro Jahr, ob es einen günstigeren Tarif gibt, und wechselt bei Bedarf automatisch.
1. Tarifauswahl
Im ersten Schritt wählt man einen der von Wechselpilot empfohlenen Tarife aus.
2. Lieferstelle
Danach legt man die genaue Addresse, den Wechseltermin sowie die Zähler- und Vertragsnummer fest.
3. Zahlungsart
Im dritten Schritt hinterlegt man die Bankverbindung, um den neuen Anbieter zu bezahlen.
4. Tarifübersicht
Abschließend bekommt man noch mal eine Übersicht des ausgewählten Tarifs angezeigt und beauftragt Wechselpilot damit, den neuen Vertrag abzuschließen.
Wie es nach dem Abschluss weitergeht
Am nächsten Tag hat mich Wechselpilot über die Anfrage bei Tchibo Energy informiert und mir den weiteren Ablauf erklärt:
- Auftragsbestätigung
- Vertragsbestätigung
- Belieferungsbeginn
- Angebot für den nächsten Wechsel 4 bis 5 Monate vor Vertragsende
- Abschlussrechnung nach dem Anbieterwechsel
In der Zwischenzeit kam auch schon die Kündigungsbestätigung von meinem alten Anbieter rein. Die wollten nur noch, dass ich den Zählerstand zum Wechseltag in ihrem Kundenportal eintrage.
Außerdem habe ich eine E-Mail von Wechselpilot bekommen, in der sie erklären, wie die Kommunikation in Zukunft abläuft. Wechselpilot kümmert sich nämlich um alles und ist ab sofort mein Ansprechpartner, wenn es um den Tarif oder den Abschlag geht. Dafür richtet Wechselpilot für jeden Wechsel eine eigene E-Mail-Adresse ein. So können sie den Prozess genau im Blick behalten und registrieren sich damit auch gleich im Kundenportal des neuen Versorgers. Das ist ziemlich praktisch, weil sie einem nur die wichtigen Infos weiterleiten und die ganze Werbung einfach rausfiltern.
Falls man doch mal Post auf Papier vom Versorger bekommt, z. B. bei einer Vertragsbestätigung oder Preiserhöhungen, soll man einfach ein Foto davon machen und es hochladen. Ganz wichtig ist auch: Man soll sich nicht selbst beim neuen Anbieter melden. Das ist die einzige Möglichkeit, um Fehler und Extrakosten zu vermeiden, da Wechselpilot sonst den Überblick verliert.
Kosten
Wechselpilot arbeitet mit einem erfolgsabhängigen Gebührenmodell: Der Service kostet 20 Prozent der tatsächlich erzielten Ersparnis gegenüber dem bisherigen Tarif, maximal jedoch 200 Euro pro Vertrag und Jahr. Wird keine Ersparnis erzielt, fällt keine Gebühr an – bereits eingezogene Vorauszahlungen werden in diesem Fall erstattet.
Die Abrechnung erfolgt in zwei Raten per SEPA-Lastschrift: Bei Vertragsstart werden 10 Prozent der erwarteten Ersparnis eingezogen, nach Ablauf der Vertragslaufzeit folgt die Differenz bis zur tatsächlichen Gebühr.
Ein konkretes Beispiel: Wer bisher 800 Euro im Jahr für Strom zahlte und durch Wechselpilot auf 600 Euro kommt, spart 200 Euro – die Servicegebühr beträgt in diesem Fall 40 Euro.
Mit diesen Kosten liegt Wechselpilot im Mittelfeld. Manche Anbieter verlangen bis zu 30 % des Ersparnisses, andere Anbieter sind sogar kostenlos – sie finanzieren sich über ein Provisionsmodell. Dadurch verlieren sie allerdings auch ihre Unabhängigkeit.
Über die Wechselpilot GmbH: Wer steckt dahinter?
Die Wechselpilot GmbH ist ein Hamburger Startup, das Verbrauchern den jährlichen Wechsel von Strom- und Gasverträgen vollständig abnimmt. Dabei versucht das Unternehmen nicht nur, den klassischen Tarifvergleich ins Internet zu verlagern, sondern durch den Einsatz von Automatisierungstechnologie den gesamten Wechselprozess – von der Kündigung beim alten Anbieter bis zum Vertragsabschluss beim neuen – ohne Zutun des Kunden abzuwickeln.
Wechselpilot wird als sogenanntes EnergyTech-Unternehmen bezeichnet und operiert aus Hamburg, genauer gesagt aus der HafenCity (Reimersbrücke 5). Mit EnergyTech bezeichnet man die Nutzung moderner Informationstechnologie im Energiemarkt. Der Begriff setzt sich aus den englischsprachigen Begriffen Energy (dt. Energie) und Technology (dt. Technologie) zusammen.
Durch den Einsatz von Automatisierungstechnologie kann Wechselpilot jährlich den günstigsten verfügbaren Tarif für seine Kunden identifizieren und den Wechsel vollautomatisch anstoßen. Das Unternehmen arbeitet dabei nicht exklusiv mit einem einzigen Energieversorger zusammen, sondern vergleicht eine Vielzahl von Anbietern am Markt – so soll sichergestellt werden, dass Kunden stets einen günstigen Tarif erhalten.
Wechselpilots Vision
Wechselpilot wurde am 13. Juni 2016 von den Diplom-Physikern Jan Rabe und Maximilian Both gegründet, die beide aus der Energiebranche stammen. Rabe hatte zuvor an der Leipziger Strombörse gearbeitet, Both den ersten Algorithmus für automatisierten Energiehandel entwickelt. Der Gründungsimpuls war pragmatisch: Freunde und Bekannte fragten die beiden Experten ständig nach Empfehlungen für den Stromwechsel – statt immer wieder manuell zu beraten, bauten sie ein Programm, das diesen Prozess automatisiert.
Die Vision des Unternehmens ist es, dass kein Haushalt in Deutschland mehr unnötig viel für Strom oder Gas zahlt. Das Geschäftsmodell ist dabei bewusst auf die Interessen des Kunden ausgerichtet: Wechselpilot verdient nur dann, wenn der Kunde tatsächlich spart. Die Servicegebühr beträgt 20 Prozent der erzielten Ersparnis, gedeckelt auf maximal 200 Euro pro Jahr. Wird keine Ersparnis erzielt, fällt keine Gebühr an.
Finanzierung der Wechselpilot GmbH
Wechselpilot hat mehrere Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen. Den Anfang machte im Dezember 2017 eine Pre-Seed-Runde über mehr als eine halbe Million Euro, angeführt vom Frankfurter Investor arsagoVentures. Im Juni 2020 folgte eine weitere Runde über 1,5 Millionen Euro, angeführt vom Hamburger Tertium Family Office. Zu den weiteren bekannten Investoren zählen der High-Tech Gründerfonds (HTGF), BonVenture sowie der österreichische VC-Fonds Speedinvest. Insgesamt hat Wechselpilot laut der Startup-Datenbank PitchBook bislang rund 4,3 Millionen US-Dollar eingesammelt.
Was aus Sicht des Nutzers positiv stimmt: Auch institutionelle Investoren setzen offenbar auf das Modell von Wechselpilot. Man kann davon ausgehen, dass das Unternehmen langfristig am Markt bleibt und man sich nicht kurzfristig nach einer Alternative umsehen muss.

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